Wirtschaft auf griechisch

Ein deutscher Tourist kommt in ein griechisches Dorf und würde gern dort übernachten. Er geht in die lokale Pension und bittet den Chef, sich mal die Zimmer angucken zu dürfen. Der Chef gibt ihm mehrere Schlüssel, als Pfand bzw. Sicherheit legt der Tourist 100 Euro auf den Tresen und geht nach oben.

Der Pensionsvermieter nimmt die 100 Euro und geht damit zum Bäcker, wo er seine Schulden bezahlt.

Der Bäcker freut sich über das Geld, nimmt die 100 Euro, läuft zum Fleischer und bezahlt dort seine Schulden.

Der Fleischer, der gern mal am Glas nippt, geht mit den 100 Euro ins Wirtshaus und bezahlt seinen Deckel.

Der Wirt nimmt die 100 Euro, geht um den Tresen herum und gibt das Geld der Dorfhure, die ihm in schlechten Zeiten mal einen „Gefallen“ getan hatte.

Die Nutte nimmt die 100 Euro, läuft zur Pension, wo sie ab und zu mal ein Zimmer für ihre „Dienste“ gemietet hatte und zahlt dem Pensionswirt ihre 100 Euro Schulden zurück.

In dem Moment kommt der Tourist die Treppe herunter, gibt dem Pensionschef die Schlüssel zurück, sagt ihm, er hat es sich überlegt, nimmt die 100 Euro Pfand zurück und geht.

Die Moral von der Geschichte: Es wurde nichts produziert, es wurde nichts geleistet, aber alle sind ihre Schulden los und machen weiter wie bisher…

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Griechenland

Es war eine kleine Bombe. Der griechische Ministerpräsident will das Volk über den Rettungsplan abstimmen lassen (dieser Plan wurde offensichtlich mit der EU vorher NICHT abgestimmt).

Eigentlich dürfte ich mir zu diesem Thema keinen Kommentar erlauben, denn ich habe weder die notwendige Erfahrung bzw. Ausbildung über Finanzpolitik noch die entsprechenden Informationen um beurteilen zu können, ob sich die europäischen Regierungschefs in Sachen Krisenmanagement richtig oder falsch verhalten. Es gibt jedoch da eine Sache, die mich etwas stutzig macht.

Griechenland spielt in der europäischen Finanzpolitik normalerweise keine große Rolle, ich habe irgendwas von 3% der EU-Wirtschaftsleistung im Kopf… also nicht gerade ein dicker Fisch. Aber warum reagieren die anderen Länder derart panisch auf eine eventuelle Pleite? Ich könnte ja noch verstehen, wenn man bei Italien so reagieren würde, aber wieso hat man so viel Angst vor dem Kollaps eines Landes, was nicht sehr Bedeutung hat? Steht die gesamte EU finanziell auf derart wackeligen Beinen, dass das gesamte Haus auch dann einstürzen droht, wenn man auch nur eine kleine Trennmauer entfernt? Für mich klingt dies alles reichlich eigenartig.

Ich persönlich glaube ohnehin nicht, dass man Griechenland noch retten kann. Die notwendigen Opfer sind zu groß, als dass diese von der Bevölkerung mitgetragen werden können. Ich habe, so wie die Experten auch, absolut keine Ahnung, welche Konsequenzen eine Pleite der Griechen hätte… aber was immer diese auch sind… ich fürchte, wir alle werden es erfahren.

von PeZwo Veröffentlicht in Politik

Thailand(2)

Ich bin halb überrascht und halb erfreut, wie viele Menschen sich um mich sorgen und wie häufig ich auf meine bevorstehende Reise nach Thailand im Zusammenhang mit der Hochwasserkatastrophe angesprochen werde… „bist du dir sicher, dass das eine gute Idee ist?“, „ich an deiner Stelle würde daheim bleiben“ usw.

Ich beobachte die Situation seit Tagen sehr genau und habe kein schlechtes Gefühl. Mein Bruder und seine thailändische Frau stehen in ständigen Kontakt mit dort lebenden Familienmitgliedern und Freunden und diese Berichte korrespondieren mit meinen Informationen. Der internationale Flughafen, wo wir ankommen, ist nicht gefährdet und der Süden bzw. Osten von Thailand (dort wo wir hinwollen) gilt als stabil. Dies wurde sogar heute Morgen in einem Ö3-Interview mit dem in Bangkok lebenden österreichischen Botschafter bestätigt.

Da ich mit meiner Schwägerin vor Ort jemand haben werde, der dort aufgewachsen ist… und dort den Thai-Zweig unserer Familie kennen lernen und zusammen sein werde, fühle ich mich recht sicher. Aber zugegeben… würde ich dort alleine auf mich gestellt sein, dann bin ich mir nicht sicher, ob ich die Reise antreten würde.

Schön langsam beginne ich konkret zu planen… was packe ich ein? Schaffe ich im Job meine Aufgaben abzuschließen? Wie beschäftige ich mich während der fast 24-stündigen Anreise? Usw.

Das Reisefieber beginnt ganz leicht zu steigen…

von PeZwo Veröffentlicht in Reisen

Tauchen

Es steht für mich bei meinen Thailandurlaub am Plan, dass ich dort bei einer Tauchschule auch die Welt unter dem Wasser etwas erkunden möchte. Die Sache hat nur einen Haken: ich habe absolut keine Ahnung vom Tauchen.
Ein Arbeitskollege, der auch passionierter Taucher ist, empfahl mir, dass ich vorher bei seinem Tauchverein auf einen Probetauchversuch vorbei schauen sollte. Gesagt, getan.

Es war eine sehr eigenartige Erfahrung. Ich traf mich mit dem Obmann des Tauchvereines am Abend in einer Schwimmhalle. Nach einer kleinen theoretischen Einführung übergab er mich an Birgit, eine junge Studentin, die mir sehr kompetent und charmant die Praxis erklärte. Ich legte unter ihrer fachkundigen Anleitung Flossen, Tauchbrille, die Tauchweste und die Sauerstoff-Flasche an und dann ging es unter das Wasser. In den ersten Sekunden erging es mir, wie es den meisten Anfängern ergeht… ich hielt unwillkürlich die Luft an. Erst als diese knapp wurde, erinnerte ich mich daran, dass ich ja eh atmen kann … was ich von da an auch tat.

Die erste Übung bestand darin, dass ich bei einer Tiefe von 2 Metern einen Druckausgleich machte. Birgit zeigte mir, wie ich mit Hilfe der Tauchweste im Wasser schweben kann… was ich auch tat. Anfangs war ich etwas angespannt, aber von da an entspannte ich ich immer mehr und blickte herum. Es war ein witziger Anblick, die Schwimmer in dem Becken von mal von unten zu betrachten.

Nach weiteren Übungen machten wir uns auf die Reise in Richtung der Wand an der anderen Seite des Beckens. Dort war das Wasser tiefer, ca. 3,5 Meter. Dort wiederholten wir die Übungen und schlugen ein paar Purzelbäume. Mir begann die Sache immer mehr Spaß zu machen.

Leider war die Übungsstunde viel zu schnell wieder vorbei. Wir verließen das Becken, räumten die Geräte weg und ich verabschiedete mich. Ok, es hat Spaß gemacht und ich fühle mich für eventuelle Tauchversuche in Thailand gerüstet!

Thailand(1)

Da meine Schwägerin aus Thailand stammt, habe ich seit über 20 Jahren einen gewissen Bezug zu diesem Land. Sie und mein Bruder reisen meist pro Jahr einmal in ihre ehemalige Heimat und haben mich schon ein paar Mal eingeladen einmal mitzukommen. Bis jetzt hat es nie gepasst, aber nun ist es soweit.

In 2 Wochen werde ich gemeinsam mit den beiden den Flieger besteigen und nach Bangkok fliegen. Ich ahne, was der werte Blogleser jetzt denkt. „Bangkok… Wasser… Überschwemmung… Moment mal… …“

Meine Schwägerin ist mit ihrem Bruder und Freundinnen, die allesamt in Bangkok wohnen, in täglichen Kontakt per Telefon bzw. Facebook und erhält hier Infos über die aktuelle Situation aus erster Hand. Unsere Reise scheint derzeit nicht gefährdet. Der Flughafen ist nicht von dem Hochwasser bedroht. Nach der Landung werden wir vom Bruder meiner Schwägerin abgeholt und in den bekannten Urlaubsort Pattaya gefahren… eine Gegend, die nicht vom Hochwasser bedroht ist. Nach einer Woche des Ausrasten geht die Reise weiter ins Landesinnere… in jene Stadt, wo meine Schwägerin aufgewachsen ist. Die letzte Woche werden wir auf der Insel Koh Chang verbringen. Natürlich ist am Ende unserer Reise auch etwas Sight-Seeing in Bangkok geplant, aber das lässt sich im Moment nicht abschätzen ob dies möglich sein wird.
Grundsätzlich gilt: wir organisieren uns unsere Reise selbst und somit können diese Pläne zu jederzeit umgestoßen bzw. aktualisiert werden.

Mir wurde in den letzten Monaten einiges über dieses Land erzählt und ich gebe zu, dass ich inzwischen auf diese Reise und die Erfahrungen, die ich dort machen werde, definitiv neugierig bin.

von PeZwo Veröffentlicht in Reisen

Das kleines Pflänzchen

Es passiert immer und überall. Der Wind trägt ziel- und planlos die Samenkerne umher und sie fallen irgendwo hernieder… ohne Masterplan, ganz zufällig. Wenn man um sich herum blickt, dann sieht man die Frucht dieser Samenkerne… große, gesunde und kräftige Bäume.

Aber damit diese entstehen konnten, reicht das Samenkorn alleine nicht aus. Es mussten auch Bedingungen erfüllt sein. Es musste Wasser dazukommen… zur richtigen Zeit und in der richtigen Menge, die Temperatur musste stimmen und es musste genug Raum zum Wachsen vorhanden sein. Dann bekommt das Samenkorn seine Chance um Wurzeln zu schlagen und sich zu einem großen und kräftigen Baum zu entwickeln. Ist dies nicht der Fall, verdorrt das kleine Pflänzchen wieder und das Samenkorn konnte seine Bestimmung nicht erfüllen. Wir sehen rund um uns nur jene Fälle, wo es geklappt hat… aber die unzähligen verdorrten Samenkörner, die sieht man nicht.

Auch das kleine Pflänzchen, dass sich manchmal zwischen zwei Menschen ganz überraschend, klein und unscheinbar zu entwickeln beginnt, verdorrt wieder, wenn man ihm keine Möglichkeit gibt wachsen zu können. Ja, manchmal fällt irgendwann später ein anderes kleines Samenkorn wieder an die gleiche Stelle und es kommt zu einer zweiten Chance… aber das passiert nur selten. Meistens ist es ein anderes Samenkorn an einer anderen Stelle, welches die richtigen Bedingungen bekommt um zu einem großen, kräftigen und starken Baum heran zuwachsen.

von PeZwo Veröffentlicht in Gedanken

iPhone App

Ich beginne WordPress zu entdecken und habe mir vorhin das entsprechende App für mein iPhone heruntergeladen. Dieser Beitrag wird gerade damit geschrieben. Mal schauen, ob es klappt.

*edit:
Wie man sieht, hat es geklappt. Ich gebe zu, dass mir WordPress zu gefallen beginnt. Man merkt es, dass sich diese Plattform – im Gegensatz zu TWODAY – weiterentwickelt.

Mylo Xyloto(2)

Seit den Morgenstunden lasse ich das neue Album von Coldplay während meiner Arbeit so nebenbei mitlaufen.

Der erste Eindruck:
Es bewegt sich, wie üblich bei Coldplay, in einem Grenzbereich zwischen Mainstream und alternativer Musik… wobei das Pendel diesmal ganz leicht etwas mehr in Richtung Mainstream ausschlägt (was ich nicht negativ bewerte). Ein große Hitkracher analog „Viva La Vida“ dürfte diesmal nicht dabei sein. Aber die Songs sind angenehm zu hören. Auffällig sind die vielen akustischen Elemente, vorwiegend gespielt mit der akustischen Gitarre (was ich sehr liebe).

Summa Summarum: es ist ein gutes Album, aber ich denke nicht, dass es als das bisher beste Coldplay-Album in die Geschichte eingehen wird. X&Y bleibt unübertroffen.

von PeZwo Veröffentlicht in Musik

Mylo Xyloto(1)

Heute habe ich zum ersten Mal die neuen Vertriebsmöglichkeiten genutzt und mir das neue Album Mylo Xyloto von Coldplay gleich am Erscheinungstag heruntergeladen. Aber nicht über iTunes. Denn bei Apple hätte es 9,90 Euro gekostet, wogegen Amazon für den Download nur 5 Euro verlangte.

Nicht dass mich jetzt diese 5 eingesparten Euros reich machen werden… aber ich bin einfach der Meinung, dass 9,90 Euro für einen Download zu teuer sind. Die CD kostet in den Läden ca. 15 Euro. Man erspart sich am digitalen Vertriebsweg die Produktion der CD-Scheibe und des Covers, man erspart sich den gesamten Vertrieb und ich glaube nicht, dass dies alles nur 1/3 der gesamten Kosten ausmacht. Da kommt mir das Angebot von Amazon schon realistischer vor.

Naja… und jetzt lausche ich zum ersten Mal… bin gespannt…

von PeZwo Veröffentlicht in Musik

Kann ich es doch nicht lassen?

Nach langen 6 Jahren bei TWODAY wurde auch ich immer unzufriedener mit dieser Plattform. Es gab Probleme mit der Bezahlung, mein Account bei VISA Veryfied wurde gesperrt. Es war ein nicht unerheblicher Aufwand, ihn wieder frei zu bekommen… aber nur um diesen bei der Blogbezahlung drei Monate später wieder gesperrt vorzufinden.

Danach war ich so richtig angefressen… eigentlich wollte ich nicht mit dem Bloggen aufhören, aber der Ärger… dann gibt es ja auch die anderen Social Medias wie Facebook oder Google+ … und so ist mein letzter TWODAY-Beitrag schon 5 Monate alt.

Aber ich musste mir in dieser Pause doch eingestehen, dass ich das Bloggen etwas vermisse. Die Statuszeile bei Facebook oder Twitter ist schnell ausgefüllt.. aber wenn man mal über komplexere Inhalte schreiben will, dann ist dies doch nicht ausreichend. Außerdem ist man auf Facebook nicht so anonym wie hier auf einer Blogplattform, was die Freiheit des Schreibens doch etwas einschränkt.

Lange Rede, kurzer Sinn: ich habe mich nun doch entschlossen, dem Beispiel von Steppenhund (und vielen anderen) zu folgen und auf WordPress umzuziehen. Schauen wir mal, was passiert.